Von der ersten Runde um den Zugersee zu Velorelle

Pati in ihrem ersten Velo-Outfit bei ihrer Runde um den Zugersee

Alles hat angefangen, als mein Freund Michael sich nach jahrelangen Mountainbikeausfahrten sein erstes Gravelbike gekauft hat. Meine Beziehung zum Velofahren hatte sich damals auf die Fahrten mit dem Citybike zum Bahnhof und allerhöchstens an den See beschränkt. Natürlich musste ich sofort ausprobieren, was dieses tolle neue Velo konnte und habe mich direkt darin verliebt.

Als absolute Anfängerin habe ich kurzerhand meine Sport- und Wanderkleidung umfunktioniert und bei ordentlichem Regen meine erste Runde um den Zugersee geschafft. Auf dem Bild nebenan seht ihr mein damaliges «Top-Outfit». 😊

Was mir bis heute von dieser allerersten Fahrt geblieben ist, ist das Gefühl von Freiheit, ja fast Schwerelosigkeit, wenn das Velo über den Asphalt gleitet. Und obwohl es anstrengend war und ich ziemlich kaputt wieder daheim angekommen bin, war ich vor allem glücklich. Mein Kopf hatte sich selten so gut durchgelüftet angefühlt.

Meine ersten Velohosen und ein paar Lektionen fürs Leben

Am Tag nach der Ausfahrt habe ich allerdings direkt gemerkt, wozu es eigentlich Velohosen gibt. Der sportliche Sattel und meine einfache Leggings hatten ihre schmerzhaften Spuren hinterlassen. Und so begann meine Suche nach der ersten richtigen Velobekleidung.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich dabei Bib Shorts entdeckt, also Velohosen mit Trägern. Als Anfängerin habe ich mich aber zunächst an eine gepolsterte Hose ohne Träger herangetraut, die meiner gewohnten Leggings ähnlicher war.

Darunter habe ich natürlich ganz selbstverständlich meine Unterwäsche anbehalten. Bis ich festgestellt habe, dass es einen guten Grund gibt, gepolsterte Velohosen ohne Unterwäsche zu tragen: Das Polster ist für den direkten Kontakt mit der Haut gemacht. Zusätzlicher Stoff und Nähte können für Reibung sorgen und zwar genau dort, wo man sie am wenigsten brauchen kann.

Glücklich mit meiner ersten richtigen Velohose habe ich dann auch verstanden, warum es die Variante mit Trägern gibt. Beim ständigen Auf- und Absteigen an Ampeln, Toren und Fussgängerüberwegen blieb ich regelmässig mit der Hose am Sattel hängen und hätte sie mir dabei beinahe ausgezogen. Ohne Unterwäsche darunter hätte das sicher für den einen oder anderen Schmunzler gesorgt, wenn der Sattel gewonnen hätte. 😊

Nicht lange danach kamen deshalb meine ersten Bib Shorts. Was soll ich sagen? Diese Hose war himmlisch! Ich habe sie damals secondhand gekauft, weil ich nicht direkt ein Vermögen ausgeben wollte. Seitdem schwöre ich auf diesen Stil Hosen: Die Träger halten alles an seinem Platz, und ein gut passendes Polster, auch Chamois genannt, macht längere Fahrten deutlich angenehmer.

Warum wir bei Velorelle mehr als Kleidung sehen

Nach vielen tollen Stunden auf dem Velo, mit passenden Bib Shorts und einem speziell für Frauen entwickelten Chamois, muss ich heute häufig über meine Anfänge schmunzeln. Gleichzeitig haben mir diese Erfahrungen gezeigt, wie viel die richtige Kleidung ausmachen kann.

Sie soll funktionieren: beim Treten, bei langen Ausfahrten und bei allem, was unterwegs dazugehört. Sie soll gut sitzen, ohne zu rutschen oder einzuengen. Und sie soll sich so gut anfühlen, dass ich mich auf die Fahrt konzentrieren kann, statt ständig an meiner Hose herumzuzupfen.

Aber auch mein persönlicher Stil soll Platz haben. Ich möchte mich auf dem Velo genauso wohl in meiner Kleidung fühlen wie im Alltag. Mal schlicht, mal bunt so, wie es gerade zu mir passt.

Dieser Gedanke steckt hinter Velorelle. Ich möchte Frauen dabei helfen, Velobekleidung zu finden, die zu ihrem Körper, ihren Fahrten und ihrer Persönlichkeit passt. Deshalb findest du bei Velorelle in Europa gefertigte Kleidung von Marken, bei denen Frauen für Frauen gestalten und ihre eigenen Erfahrungen auf dem Velo einbringen.

Ob du gerade deine erste Runde wagst oder schon seit Jahren unterwegs bist: Du sollst dich wohlfühlen und Freude an deiner Fahrt haben. Für mich gehört dazu Kleidung, die Komfort, Funktion und Stil verbindet und die Lust macht, wieder aufs Velo zu steigen.

Wenn ich heute an meine erste verregnete Runde um den Zugersee zurückdenke, muss ich über mein Outfit lachen. Dieses Gefühl von Freiheit begleitet mich aber noch immer. Und genau diese Freude möchte ich mit Velorelle weitergeben.

Worüber kannst du heute schmunzeln, wenn du an deine Anfänge zurückdenkst? Oder hast du gerade erst begonnen und möchtest wissen, worauf es bei deiner ersten Velobekleidung ankommt? Schreib mir gerne – ich freue mich auf deine Geschichte und deine Fragen.